Hauptseite News Das sind wir

1908-1921

1922-1937 1938-1945 Bildergalerie Gästebuch Kontakt/ Links

 

Wie alles begann.......

In der österreichischen Luftfahrt nimmt Fischamend eine dominierende Stellung ein. Warum wurde gerade der Standort Fischamend ausgewählt?1908 erfuhr der damalige Bürgermeister August Schütz von seinem Sohn, daß die k. und k. Militärverwaltung auf der Suche nach einem geeigneten Standort für die Errichtung einer militär-aeronautischen Anstalt war. Der Bürgermeister und die Gemeindevertreter handelten sofort, und am 19.9.1908 gab es seitens der Gemeinde Fischamend eine entsprechende Erklärung.

 

Am 8.2.1909 fand im k.u.k. Kriegsministerium unter dem Vorsitz von Sekt.-Chef Ritter von Krobatin eine Sitzung statt, in der über die erforderlichen organisatorischen Einrichtungen für eine militäraeronautischen Anstalt gesprochen wurde.

Fischamend war zu dieser Zeit nicht mehr der einzige Bewerber, denn gleichzeitig standen auch andere Anlagenorte zur Debatte, nämlich Bruck/L. Wr. Neustadt, Preßburg (ehem. Pozsony), Ödenburg (heute Sopron) und Linz. Nach einer kommissionellen Erhebung in allen in Frage kommenden Standorten stellte man fest, daß Fischamend hinsichtlich seiner Topographie und Infrastruktur am besten geeignet war. Das Protokoll dieser Sitzung vom 13.3.1909 gilt als Geburtsstunde der Militär-Aeronautischen Anstalt in Fischamend.

 

Im Juni 1909 wurde das Offert der Gemeinde Fischamend vom k.u.k. Kriegsministerium in allen Details angenommen. Im September 1909 wurden die ersten Offiziere nach Fischamend abkommandiert, u.a. so bekannte Namen wie Gustav Edler von Tepser, Oblt. Franz Mannsbarth
Oblt. Franz Freiherr von Berlepsch, sowie Oblt. Siegfried Heller.
Im Oktober desselben Jahres wurden die notwendigen Gründe erworben, so auch der heutige Pecinahof, damals im Besitz der Famile Schwarzott. Die Ökonomie stellte zu dieser Zeit einen wesentlichen Faktor dar, da mit diesem landwirtschaftlichen Betrieb auch die Versorgung der in Fischamend stationierten Truppe gewährleistet war.

Weiters wurden die Greger- und die Batthyany-Mühle für die notwendigen Depots und Werkstätten angemietet.

 

Der große Erweiterung begann: Luftschiffhallen wurden gebaut (von Firma Tröster aus Wien), sowie Werkstätten für vielfältige Zwecke fertiggestellt und eingerichtet.

 

Die Errichtung des Wasserturms war zugleich der Beginn für eine gemeinsame Wasserversorgung in Fischamend.

Der Bau von Kasernen, einem Offizierskasino (heute Volksheim) und einigen Barackenlager dienten der Unterbringung von Offizieren und Mannschaften.

 

Der 1. Kommandant der Anstalt war Hauptmann Franz Hinterstoisser. Übrigens..die heutige Gregerstraße war einmal nach ihm benannt. Für die ersten Versuche mit den Luftschiffen hat man das Gas zur Füllung der Ballone aus Wien bezogen, und es mußte vor Ort "gegast" werden, was äußerst umständlich war. Deshalb baute man in Fischamend eine eigene Gasfrabrik, Fertigstellung 1910.

 

 

Neben Hangars wurden auch Straßen und Brücken gebaut. So wurde z.B. die Holzbrücke am Anfang der Wienerstraße (Fischabrücke) durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Da man mit den großen Bestandteilen der Luftschiffe aus den Fahrzeugen nicht durch den Fischaturm fahren konnte, wurden diese Transporte über die Perme des Hochwasserschutzdammes und die 1894 erbaute Kielmannseggbrücke geführt.

 

Die Versuchsanstalt:

Bitte beachten Sie auch die anderen Kapitel unserer Präsentation:

1. Der Aufstieg der Ballone
2. Windkanal, Luftschraubenkopierfräse und Funk
3. Fluggeräte "Schwerer als Luft"
4. Organisationsgeschichte des Fliegerarsenals
5. Die Hubschraubentwicklung in Fischamend 1914-1918
Das traurige Ende .....

 

 

up